Hitsuzendo

Hitsuzendo bedeutet übersetzt etwa: Pinsel-Zen-Weg. Es wurde als Zen-Übungsweg von Omori Sogen Roshi in Japan entwickelt. Geübt wird mit einem großen Pinsel und Tusche auf dem Boden, meist auf Zeitungspapier. Anders als beim Schreiben am Tisch ist der ganze Körper beteiligt, nicht nur eine Hand.

Es kommt dabei nicht darauf an das schönste Schriftzeichen, den schönsten Kreis zu malen, sondern um den Versuch, Körper, Geist, Pinsel, Tusche und Papier in Einklang zu bringen. Das funktioniert, wenn die Übung absichtslos und damit frei vom eigenen Zwang und Wollen durchgeführt wird.

Um die Konzentration, die hierfür notwendig ist zu fördern, ist das Hitsuzendo immer auch von der Zen-Meditation im Sitzen (Zazen) begleitet. Das gibt dem Übenden die Chance ruhig zu werden, den Alltag und seine Gedanken ziehen zu lassen, um sich im Augenblick, im Hier und Jetzt zu sammeln